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Baseball Partnership mit den Dornstadt Falcons
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News-Archiv

 12.02.2005 - Tuneup 2005 - Die Fortbildung für Baseball Umpire im HBSV


Mit 34 Teilnehmern war der HBSV-Fortbildungslehrgang für C- und B-Umpire (Baseball), die 'Tuneup 2005', bestens besucht. Wie schon im vergangenen Jahr richteten die Hanau Padres den Lehrgang aus, der dabei ist, zu einer feststehenden Institution des Aus- und Fortbildungswesens des HBSV zu werden. Ausbilder war John Michael Sucker (Babenhausen Blue Devils), der als Co-Ausbilder Mark Joyner (Bad Homburg Hornets) zur Verstärkung dabei hatte. Dass John Michael Sucker am Lehrgangstag seinen Geburtstag 'verbrachte', war einigen Schiedsrichtern wohlbekannt. Doch waren alle so 'professionell', dass darüber wirklich und tatsächlich keinerlei Aufheben irgendeiner Art gemacht worden ist und man sich voll auf das fachliche konzentrieren konnte ...
Zur 'geistigen Auflockerung' diente ein Regel-Schnelltest, der allen Teilnehmern zeigte, wie viel - oder auch wie wenig - man (noch) von den Regeln wusste. Die Mechanics für die Standard-Calls 'Out' und 'Safe' waren dann zur 'körperlichen Lockerung' gedacht ('Go, Set, Call it !'), wobei sich der Lockerungserfolg spätestens bei der Schlussübung einstellte: Das Callen eines knappen Spielzuges, mit eigenem Stil und somit mit eigener 'B-Note'. Eingedrehte Pirouetten waren hierbei zum Glück nicht zu sehen, doch teilweise geballte 'Double Pump-Action' ...

Die Ausbilder lockerten die Teilnehmer offenbar so gut auf, dass Fragen gestellt wurden, die selbst den langjährig als Ausbilder tätigen John Michael Sucker verblüfften und - kurzfristig - dazu geeignet waren, dessen Redefluss ein wenig zu verlangsamen. Und nicht nur das: Es wurden aus der Reihe der Teilnehmer Antworten zu kniffligen Fragen gegeben, welche mit Sicherheit Eingang in entsprechende Lehrgangsskripts finden werden. So hat Robert Posavec aus Fulda das Problem des von Fair nach Foul 'geblasenen Balles' eloquent gelöst, und Matthias 'Mati' Ullrich (dieses Jahr ein 'Free Agent') hat mit einer sagenhaften Analogie ein die Batter's Box betreffendes 'Luftraum-Problem' bei Batting out of the Box schlüssig erklärt.

Die Themen Interference und Obstruction boten einiges an Diskussionsbedarf, und praktische Übungen zu 'Avoiding the Catcher' (bei Wild Pitches/Passed Balls und Pop-ups) sollten helfen, als Plate Umpire dem Catcher den Raum zu geben, den dieser für seine Arbeit benötigt. Hierbei wurde auch der Themenbereich Catch/No Catch und das entsprechende Timing bei den dazugehörenden Calls angesprochen und geübt. Field Mechanics wie den Pivot am 1. Base (Tatsächlich ein Walzer-Schritt im dreiviertel Takt - und so kam der entsprechende Übungsteil eher einem Tanzkurs nahe ...) oder aber auch den Pick-off Step zum 1. Base, sowie eine kurze Übersicht über die wichtigsten Voice Mechanics ergänzten die Themenbereiche bis dahin.

Zu den Appeals (BOT, Missed Base, zu früh verlassenes Base) war einiges zu hören, wie auch zu dem einen oder anderen Fair oder Foul Ball-Fall. Und dass es sich lohnt, die Definition der Strike Zone im Regelwerk nachzulesen, dies war bei der Besprechung der Themen Foul Tip und in Foul Territory gebunteter Pitch zu erkennen.
Die Themen Hit by Pitch und Checked Swing trugen auch zu etlichen Diskussionen bei, und hierzu wurden etliche Entscheidungshilfen vermittelt - ähnliches gilt auch für den Themenbereich Balk.

Das spannende Thema Handling wurde oft nachgefragt und 'verstreut' über den ganzen Lehrgang angesprochen, doch hierüber kann man mit Sicherheit einen eigenen Lehrgang abhalten. Und zudem musste man während des Lehrgangs einige Male zur Kenntnis nehmen, dass die Regeln nicht nur an einer Stelle das eine 'schreiben', aber etwas anderes gecalled wird (prominentes Beispiel ist hier die Unterscheidung 'Base Line' zu 'Running Line' beim Thema 'Avoiding the Tag').

Zu kurz kamen leider die Themen Plate Work, Zuständigkeiten in Bezug auf die Bases und Plate Conference, und diese müssen wir bei den Folgelehrgängen stärker gewichten. Bei einer derart großen Teilnehmerzahl muss für die Zukunft möglicherweise auch an einen zweitägigen Kurs gedacht werden, um allen Belangen der Teilnehmer gerecht werden zu können.

Der von den Teilnehmern nur durch 'ausgefallene Fragestellungen' zu unterbrechende Redefluss des Ausbilders John Michael Sucker (und Mark Joyner ist es tatsächlich gelungen, auch etwas sagen zu können - Olaf Hornig hat dies bei seiner kurzen Ansprache am Ende des Lehrganges launig aufgegriffen...) sollte jedem der Teilnehmer Neues geboten bzw. Bekanntes wieder aufgefrischt haben. Allen Teilnehmern geht in der nächsten Zeit noch einiges an Material zu (Field Mechanics, Aufsätze zu Regel- und Handling-Themen), so dass derart 'aufgerüstet' und mit den während des Lehrganges vermittelten Inhalten die neue Saison als Umpire angegangen werden kann.

Am Schluss ein Dankeschön an den Co-Ausbilder Mark Joyner (der seine Ausbilderlaufbahn unbedingt fortsetzen sollte), an die Hanau Padres (Nik Bendlin, Jimmy McKenna) mit ihrer hervorragenden Organisation des Events (nicht zuletzt dokumentiert durch die Catering-Crew mit Simon und Benjamin Filzer), und natürlich an alle Teilnehmer, die sich zum Erhalt ihrer Umpire-Lizenz die Mühe gemacht haben, nach Hanau zu fahren. Max Sammet sei hier noch für sein Interesse und für seine Arbeit im Vorfeld der Clinic gedankt. [JMS]


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